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Patientenverfügung

Veröffentlicht am 3. Mai 2013 von Sven Boukal

Es besteht die Möglichkeit festzulegen, wie sich Ärzte verhalten sollen, wenn nach ärztlicher Überzeugung der Sterbeprozess begonnen hat. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sollten immer miteinander kombiniert sein. Damit kann der Bevollmächtigte den Willen, der nicht handlungsfähigen Person, den Ärzten vermitteln und durchsetzen. Keine Patientenverfügung nutzt etwas, wenn es keine bevollmächtigte Person gibt, die die Interessen Dritten gegenüber durchsetzen kann. Ohne Patientenverfügung kann ein Bevollmächtigter bei der Frage nach einem Behandlungsabbruch nicht seinen Willen oder sein Interesse an die Stelle des Betroffenen setzen. Es ist in jedem Fall ratsam, einen Ersatzbevollmächtigten zu ernennen. Somit ist immer die Handlungsfähigkeit gewährleistet, auch im Fall, dass der eigentlich Bevollmächtigte nicht verfügbar ist.

Eine Vollmacht sollte immer über den Tod hinaus erteilt werden, da mit dem Tod jegliches Vertragsverhältnis endet. Der Bevollmächtigte muss nicht zwangsläufig der Erbe sein. Daher gibt es bei den Banken oft Probleme, diese verlangen dann einen Erbschein. Ein notarielles Eröffnungsprotokoll des Nachlassgerichtes reicht in diesem Fall auch. Ein Erbschein oder Eröffnungsprotokoll ist erforderlich, wenn nur ein handschriftliches Testament vorliegt. Der Bevollmächtigte ist den Erben gegenüber zur Auskunft und Rechenschaft verpflichtet. Die Erben haben jederzeit die Möglichkeit, die Vollmacht zu widerrufen. Mit dem Tod enden auch alle Betreuungsverhältnisse.

Erteilt jemand in diesem Zusammenhang als nicht Angehöriger einen Auftrag bei einem Bestatter, ist er automatisch Auftraggeber und muss für alle anfallenden Kosten aufkommen. In diesem Fall geht der Auftraggeber ein Vertragsverhältnis ein. Das ist oft zutreffend, wenn ein Elternteil einen neuen Lebensgefährten hatte und dieser einen Auftrag bei einem Bestatter erteilt hat und die Kinder vom Verstorbenen keine Kenntnis über den Vorgang haben. Dann muss darauf hingewiesen werden, sich familienintern zu einigen oder mit dem Bestatter eine Lösung finden. In den meisten Fällen handelt es sich um Erbschaftsangelegenheiten – da sollte man nur Hinweise geben, keine Beratungsfunktion übernehmen.

Wenn eine Vorsorge bei einem Bestatter bestanden hat und die vorsorgende Person jemanden benannt hat, der im Fall des Ablebens die Bestattungsregelung laut Vorsorge übernehmen soll, ist diese Person nicht automatisch erbberechtigt oder verwandt.

musste sich durch einen Trauerfall in der eigenen Familie intensiv mit dem Tod auseinandersetzen. Da er im Internet nicht die Hilfe fand, die er suchte, entschloss er sich, ein Portal als Anlaufstelle für Menschen mit einem Trauerfall aufzubauen. Er ist unter anderem für die Inhalte auf Funus.de verantwortlich. In unserem Vergleich erhalten Sie kostenlos Bestattungsangebote nach Preis und Leistung zusammengestellt und können anschließend Angebote für eine Bestattung einholen. Der Ratgeber soll Ihnen zudem als Leitfaden und Informationsquelle dienen und Ihnen bei der Trauerbewältigung helfen.

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